- Essenzielle Ansätze für nachhaltige Produktionsprozesse und wettbewerbsfähige Keramikprodukte
- Interaktiver
Austausch zu „Green
Manufacturing“ und „Green Products“
Die
Bewertung der Energieeffizienz umfasst heute mehr als nur die Analyse des
Wirkungsgrades der thermischen Prozesse bei der Keramikherstellung. Neben dem
effektiven Einsatz thermischer Energie werden anlog die elektrischen und
pneumatischen Verbrauchswerte durch stete Optimierungen in der Prozesskette
reduziert. Das sind Maßnahmen mit dem Ziel, primär weniger Energie einzusetzen,
aber auch sekundär zum Beispiel Abwärme durch das Schließen von
Verbrauchskreisläufen noch konsequenter zu nutzen.
Bei
der Auswahl von neuen Maschinen und Öfen
ist neben der Produktionsleistung, der Zuverlässigkeit und der
Investitionssumme die Reduzierung der Betriebskosten für Energie, Wasser und
Rohstoffe über die gesamte Lebensdauer der Anlagen ein wesentliches
Entscheidungs-kriterium geworden.
Es ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor, umweltbewusst und kosteneffizient
zu produzieren, um am Markt bestehen und Produktionsstandorte sichern zu
können.
Neben
dem effizienten Energieeinsatz sind das Wasser- und Rohstoffmanagement in der
keramischen Fertigung genauso wichtig. Im Wesentlichen geht es auch hier um das
Schließen von Stoffkreisläufen und die Vermeidung von Abfall beziehungsweise
Abwasser. Die sekundäre Rohstoffnutzung ist inzwischen ein Thema, das nicht nur
bei Primärrohstoffen, deren Ressourcen verknappen, zum Tragen kommt.
Eine
Stärke keramischer Rohstoffe ist, dass sie auch im gebrannten, vorreagierten
Zustand wieder verwendet werden können. Das gilt nicht nur in Bezug auf ihre
Rückführung im Prozess selbst, sondern auch nach ihrem Gebrauch. Es müssen nur
Lösungen gefunden werden, wirtschaftlich eine Wiederaufarbeitung bereits
eingesetzter Keramikprodukte darzustellen. Pilotprojekte gibt es inzwischen in
verschiedenen Bereichen der Keramik. Letztlich geht es nicht darum, Abfall zu
minimieren, sondern ganz zu vermeiden; und das mit minimalem Energieeinsatz.
Dies
erfordert einen durchgehenden Ansatz von der Rohstoffauswahl, zum Beispiel Vermeidung von toxischen Stoffen,
bis zur Wiederverwertung des Endprodukts. Dadurch können spezifische neue
Entwicklungen bei den Herstellungsprozessen, aber auch beim Produktdesign
erforderlich werden.
Das
Nachhaltigkeitskonzept der Prozesse muss heute weitergedacht werden, um beispielsweise
aktuellen Trends beim energieeffizienten und ökologischen Bauen nachkommen zu
können. Hinter dem Schlagwort „Green Buildings“ steht der Ansatz, den
Gesamtenergiebedarf von Gebäuden zu senken und möglichst niedrige CO2–Emissionen
zu sichern. Hier ist neben energieeffizient hergestellten Baustoffen auch ein
entsprechendes Ökodesign der Produkte, wie Leichtziegel, gefragt. Der
Kundenservice der Ziegelhersteller beinhaltet heute zudem schon die
Energieberatung bei der Konzeption der Gebäude. Energieeffizienz ist hier nicht
nur ein Thema im Fertigungsprozess selbst, sondern auch beim Einsatz der
Produkte im Bau oder, allgemeiner ausgedrückt, im „System“.
Energieeffizienz
und die Vermeidung von CO2-Emissionen sind elementare Maßnahmen für
die Weiterentwicklung des „grünen“ Fertigungsprozesses. Darüber hinaus ist eine
Facette von ergänzenden Maßnahmen für ein nachhaltiges Wirtschaften
erforderlich, um den Weg zum „Green Manufacturing“ bzw. zu „Green Products“
erfolgreich beschreiten zu können. Das erfordert einen interaktiven Austausch zwischen
Keramikherstellern und ihren Zulieferanten.
Die
CERAMITEC 2012 bietet als internationale Präsentations- und
Kommunikationsplattform der keramischen Industrie beste Voraussetzungen, diesen
Dialog erfolgreich weiterzuentwickeln.
Weitere Informationen zur
CERAMITEC 2012 gibt es unter www.ceramitec.de
Ansprechpartner für die Presse: Dr. Jutta Seitz, Projekt-PR-Referentin
Tel.: +49 89 949-21480, Fax:
+49 89 949-97-21480
E-Mail:
Jutta.Seitz@messe-muenchen.de Über die CERAMITEC Die CERAMITEC Technologies - Innovations
- Materials findet von 22. bis 25. Mai 2012 auf dem Gelände der Messe München
statt. Seit ihrer Premiere 1979 hat sich die CERAMITEC zur Weltleitmesse der
keramischen Industrie entwickelt. An der CERAMITEC 2009 nahmen 656 Aussteller
aus 35 Ländern und rund 15.000 Besucher aus 84 Ländern teil. Die
Zahlen der CERAMITEC werden durch die unabhängige
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young AG im Auftrag der FKM,
Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen,
geprüft.
Über die Messe München
International Die Messe München International ist mit rund 40
Fachmessen für Investitionsgüter, Konsumgüter und Neue Technologien allein am
Standort München einer der weltweit führenden Messeveranstalter. Über 30.000
Aussteller und mehr als zwei Millionen Besucher nehmen jährlich an den
Veranstaltungen auf dem Messegelände, im ICM - Internationales Congress Center München und im M,O,C, Veranstaltungs-
und Ordercenter teil. Darüber hinaus veranstaltet die Messe München
International Fachmessen in Asien, in Russland,
im Mittleren Osten und in Südamerika. Mit sechs Tochtergesellschaften in Europa
und Asien sowie über 60 Auslandsvertretungen, die mehr als 90 Länder betreuen,
verfügt die Messe München International über ein weltweites Netzwerk. Auch beim
Thema Nachhaltigkeit übernimmt sie eine Vorreiterrolle: Als erste
Messeeinrichtung wurde sie mit dem Zertifikat „Energieeffizientes Unternehmen“
vom TÜV SÜD ausgezeichnet.