- Vielfältiger Einsatz von PM-Teilen
- PM-Industrie mit hohen Zuwachsraten
- PM-Forum auf der CERAMITEC 2012 in Halle A5
Pulvermetallurgische Erzeugnisse sind heute aus vielen technischen Bereichen
nicht mehr wegzudenken. Durch die hohe Wirtschaftlichkeit und funktionelle
Flexibilität haben sich PM-Teile in den letzten Jahrzehnten vor allem in der
Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau, Medizintechnik sowie
Elektroindustrie durchgesetzt. Nahezu vier Fünftel aller pulvermetallurgischen
Erzeugnisse gehen in den Fahrzeugbau. Im Durchschnitt enthält ein europäischer
Pkw ca. 8,4 kg Sinterteile. Im Vergleich dazu werden in Japan
pro Pkw ca. 8 kg und in den USA ca.
19 kg PM-Sinterteile eingesetzt. Sinterteile aus Eisen und Stahl, ölhaltige
Sinterlager, Filter, Reibmaterialien, hochkomplizierte Spritzgussteile (MIM)
mit jährlichen zweistelligen Zuwachsraten, gesinterte Hartmetalle für
Schneidwerkzeuge und Verschleißteile mit zum Teil zusätzlichen
Hartstoffschichten (z. B. Diamant) sowie Schnell-arbeitsstähle, Schwermetalle,
Superlegierungen bis zu seltenen Erdmagneten auf der Basis von z. B.
Neodym-Eisen-Bor (Nd-Fe-B) sind weitere Einsatzgebiete von PM-Teilen. Ohne die
Magnetgruppen mit sehr hohen Energiedichten wären zahlreiche innovative Anwendungen,
wie zum Beispiel die Fertigung von Mikromotoren mit einem winzigen Durchmesser
von < 2 mm, nicht möglich. Ohne Hartmetalle könnten heute zahlreiche neue
Werkstoffe kaum oder gar nicht zerspant werden.
Beim Einsatz von
PM-Produkten steht neben der hohen Leistungsfähigkeit vor allem die
wirtschaftliche Komponente im Vordergrund. Die Erfahrung von zahlreichen Bauteilen
zeigt, dass sich mit pulvermetallurgischen Verfahren gegenüber der spanenden Fertigung von
konventionell gefertigten Werkstücken Kosteneinsparungen bis zu 70
Prozent und mehr erreichen lassen. In einigen speziellen Fällen, zum Beispiel
bei der Fertigung von Hartmetall, besteht keine andere technologische
Möglichkeit, als sich der pulvermetallurgischen Verfahren zu bedienen.
Nach der Wirtschaftskrise 2009 ist die globale Nachfrage nach Produkten
der Pulvermetallurgie wieder deutlich gestiegen. Die Weltjahresproduktion der
hier aufgeführten pulvermetallurgischen Erzeugnisse (ohne Keramik) erreichte
2010 annähernd wieder das Vorkrisenniveau von rund 30 Mrd. EUR. Mit rund 13
Mrd. EUR haben die Hartmetalle den größten Anteil daran. Weltweit werden
inzwischen PM-Teile auf Eisenbasis für über 6,5 Mrd. EUR gefertigt (Quelle: EPMA),
davon rund 23 Prozent in Europa. Auch der Bereich des Metallpulverspritzgusses
(MIM) hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Der
weltweite Umsatz im Bereich MIM wird auf 650 Mio. EUR in 2010 geschätzt
(Quelle: PIM International).
Zum Stand der Pulvermetallurgie (PM) und der Zukunftsaussichten neuer
Technologien in diesem Industriezweig veranstaltet der Fachverband
Pulvermetallurgie (FPM) auf der
CERAMITEC
2012 in der Halle A5 ein
pulvermetallurgisches Forum mit dem Titel „PM heute und morgen“.
Es findet am 22. Mai 2012 unter der Moderation von Prof. em. Dr.-Ing.
Paul Beiss und der Organisation von Hans Kolaska (FPM) statt.
Kompetente Referenten aus
Forschung und Industrie werden in Kurzvorträgen von circa 15 Minuten auf aktuelle
Fragen der PM-Herstellung eingehen und vor allem Zukunftsperspektiven wichtiger
Verfahren der Pulvermetallurgie aufzeichnen. Nach jedem Vortrag ist eine
Diskussion vorgesehen. Moderne Verfahren wie das Heiß-Isostatische Pressen
(HIP) von PM-Teilen, Schutzgasöfen, Entbindern von Hartmetallen durch
Mikrowellen, Schnellsintern großflächiger Bauteile, PVD- und CVD-Beschichtungen
auf Hartmetallen sowie die MIM-Technologie werden vorgestellt. Die
Veranstaltung beginnt um 13.30 Uhr. Die Vorträge werden in deutscher Sprache
gehalten und ins Englische simultan übersetzt. Für
Messebesucher ist der Eintritt für diese Veranstaltung frei.
Gerade weil der Bereich der
Pulvermetallurgie weltweit eine so herausragende Position einnimmt, wird er
sich auch auf der CERAMITEC 2012 wieder gewohnt stark präsentieren. Zahlreiche
Aussteller, darunter namhafte Key-Player wie Atlas-Press, Dorst,
Komage-Gellner, Krautzberger, Lauffer und Osterwalder, haben sich bereits
angemeldet.
Weitere Informationen
zur CERAMITEC 2012 gibt es unter www.ceramitec.deAnsprechpartner für die Presse: Dr. Jutta Seitz, Projekt-PR-Referentin
Tel.: +49 89 949-21480, Fax: +49
89 949 9721480
E-mail:
Jutta.Seitz@messe-muenchen.de Über die CERAMITEC Die CERAMITEC Technologies - Innovations
- Materials findet von 22. bis 25. Mai 2012 auf dem Gelände der Messe München
statt. Seit ihrer Premiere 1979 hat sich die CERAMITEC zur Weltleitmesse der
keramischen Industrie entwickelt. An der CERAMITEC 2009 nahmen 656 Aussteller
aus 35 Ländern und rund 15.000 Besucher aus 84 Ländern teil. Die
Zahlen der CERAMITEC werden durch die unabhängige
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young AG im Auftrag der FKM,
Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen,
geprüft.
Über die Messe München
International Die Messe München International ist mit rund 40
Fachmessen für Investitionsgüter, Konsumgüter und Neue Technologien allein am
Standort München einer der weltweit führenden Messeveranstalter. Über 30.000
Aussteller und mehr als zwei Millionen Besucher nehmen jährlich an den
Veranstaltungen auf dem Messegelände, im ICM -
Internationales Congress Center München und im M,O,C,
Veranstaltungs- und Ordercenter teil. Darüber hinaus veranstaltet die Messe
München International Fachmessen in Asien, in Russland,
im Mittleren Osten und in Südamerika. Mit sechs Tochtergesellschaften in Europa
und Asien sowie über 60 Auslandsvertretungen, die mehr als 90 Länder betreuen,
verfügt die Messe München International über ein weltweites Netzwerk. Auch beim
Thema Nachhaltigkeit übernimmt sie eine Vorreiterrolle: Als erste
Messeeinrichtung wurde sie mit dem Zertifikat „Energieeffizientes Unternehmen“
vom TÜV SÜD ausgezeichnet.